Mitgliederversammlung im größten „UM“-Sportverein

Erstmals trafen sich die Mitglieder unseres Vereins zur Mitgliederversammlung in der schicken Aula der Grundschule „Am Waldrand“.            Fotos: Jörg Matthies

Im Juni trafen sich etwas mehr als 50 erwachsene Mitglieder des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt zur obligatori-schen jährli-chen Mitglie-derversamm-lung – es gab eine Premiere, denn erstmals trafen wir uns in der Aula der Grundschule „Am Waldrand“, die ein sehr gutes Ambiente für die Veranstaltung bildete (Danke an den Hausmeister der Schule für die Unterstützung!).

Mitgliederversammlungen sind stets Gelegenheiten zum Bilanzieren und Aufstellen neuer Ziele. Der geschäftsführende Vorstand nutzte die Chance, um über die Entwicklung des Gesamtvereins zu informieren. (In den einzelnen Abteilungen gibt es solche Versammlungen ebenfalls regelmäßig einmal im Jahr.) Der TSV-Vorsitzende Dietrich Klein konnte mit berechtigtem Stolz berichten, dass der TSV nach wie vor zu den mitgliederstärksten Vereinen des Landes Brandenburg zählt und mit 1811 Mitgliedern (Stand 1. Januar 2026) nach wie vor der größte in der Uckermark ist – und dies trotz des leichten Rückgangs um 46 Mitglieder gegenüber dem 1. Januar 2025.

Elf Abteilungen sind beim TSV aktiv

Größte Abteilung bleibt nach wie vor das Sport- und Gesundheitszentrum, in dem sich vor allem viele ältere Mitglieder fit halten, aber andererseits auch der allgemeine Kleinkinder-Sport angesiedelt ist.

Einen Blumenstrauß überreichte der TSV-Vorsitzende Dietrich Klein an Darja Kulik (Abteilung Judo).

Und dies sind die Zahlen für unsere anderen Abteilungen: Turnen 298, Kraftsport 204, Gewichtheben 132, Judo 112, Badminton 91, Volleyball 81, Leichtathletik 54 sowie in der Sparte „Schwedter Hasen“ 52, Radsport 31, Schach und Tanzgruppe Aurora jeweils elf sowie acht fördernde Mitglieder. Damit in allen Abteilungen der Übungs- und vielfach auch der Wettkampfbetrieb reibungslos absolviert werden können, dafür engagieren sich insgesamt 73 Trainer und Übungsleiter beim TSV, lauteten die aktuellen Zahlen. Fast exakt die Hälfte dieser wichtigen Betreuer sind allerdings schon jenseits des 60. Lebensjahres, was die Notwendigkeit deutlich macht, auch hier für Nachwuchs insbesondere in den Abteilungen selbst zu werben.

Dietrich Klein gab auch einen kleinen Überblick über sportliche und anderweitige Aktivitäten der einzelnen Abteilungen – an der Spitze mit dem Aushängeschild der einzigen Bundesliga-Mannschaft in der Uckermark überhaupt, unseren Gewichthebern, die in der Saison 2025/26 einen sehr guten 2. Platz in ihrer Bundesligastaffel belegten.

Mit der Bilanz des Haushaltsjahres 2025 folgte ein weiterer wichtiger Punkt. Hier wurde unter anderem auch noch einmal deutlich gemacht, dass die personelle Besetzung der Geschäftsstelle nach der überraschend schnellen Eigen-Kündigung des im Januar 2025 eingestellten neuen Geschäftsführers nun auf der Basis zweier Minijob-Stellen den Etat des Vereins zwar gegenüber einer vollen Geschäftsführer-Stelle entlasten, aber keine Dauerlösung sein können. Deshalb müsse künftig auch in Sachen Finanzen auf die allgemeine Preissteigerung in allen Lebensbereichen (also auch für unseren Trainings- und Wettkampfbetrieb) sowie die Absicht, wieder einen Geschäftsführer zu finden und einzustellen, mit unumgänglichen Beitragsanpassungen reagiert werden, so Dietrich Klein.

Avisierte Erhöhung der Beiträge wird noch diskutiert

Insgesamt habe der TSV das Geschäftsjahr 2025 mit einem geringen Minus bei einem Gesamt-Etat von fast 390.000 Euro abgeschlossen. Das Minus konnte durch die Etat-Reserve ausgeglichen werden. Nachdem die Kassenprüfer ohne Beanstandungen die Entlastung des Vorstandes für die Finanzarbeit im Jahr 2025 empfohlen hatten, folgte die Mitgliederversammlung einstimmig dieser Empfehlung.

Verabschiedung und Dankeschön: Kurz vor dem Wegzug aus Schwedt bedankte sich Dietrich Klein noch einmal beim langjährigen Blau-Weiß-Vorsitzenden Jörg Anker (li.) für seine aufopferungsvolle Arbeit zum Wohle des Vereins.

Mit den Darlegungen zum aktuellen Haushalt 2026 verband Dietrich Klein noch einmal die Information, dass zum 1. Januar 2027 eine moderate Beitragserhöhung unumgänglich sein werde. Da in Teilen der Mitgliedschaft hier noch Informationsbedarf besteht, werden ggf. Vertreter aus interessierten Abteilungen in einer Arbeitsgruppe bis September 2026 eigene Vorschläge entwickeln. Spätestens zum Jahresende müsse der Gesamtvorstand die neuen Beitragshöhen beschließen, sagte Dietrich Klein.

Schließlich konnten Darja Kulik und (in Abwesenheit) Thomas Gieche aus der Abteilung Judo noch mit Blumen für langjährig engagierte Arbeit gewürdigt werden. Ohne weitere Diskussionsbeiträge zu Punkten der Tagesordnung und mit dem Schlusswort des Vorsitzenden endete die Versammlung.                                                            Jörg Matthies

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