Tim Werth erfolgreich bei LM

Drei Judokas des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt e.V. hatten sich in der Altersklasse bis 13 Jahre für das Landesfinale der Finalisten Ost- und Westbrandenburg qualifiziert. Mit Tim Werth, Hannes Baas und Robert Bröske standen die Chancen gut, dort erfolgreich abzuschließen. Der Plan konnte bedauerlicherweise nur teilweise in die Tat umgesetzt werden. Robert Bröske musste krankheitsbedingt seine Qualifikation absagen und Hannes Baas konnte beim Turnier in Rathenow nicht an seine Leistungen bei der Bezirksmeisterschaft in Spremberg anknüpfen. Der Schwedter Tim Werth legte in der Gewichtsklasse bis 50 kg sehr gute Leistungen vor. Vierzehn qualifizierte Kämpfer der Brandenburger Vereine stritten hier um den Landesmeistertitel. Hier traf Leistungsspitze auf Leistungsspitze. Tim Werth konnte am Wochenende in einem Workshop des Prenzlauer Judovereins trainieren, zu welchem die Schwedter Judokas zu einem ganztägigen Training mit Olympiasieger und Bundesreferent Frank Wieneke eingeladen waren. Dieses Highlight traf genau den Nerv der Fähigkeiten, die beim Landesturnier eine Woche später gefragt waren. Hier konnte Tim Werth zeigen, was er zusätzlich geübt hatte. Der Schwedter ging unbedarft an die Sache und probierte sich aus. Doch manchmal sind Licht und Schatten dazu dicht beieinander. Tim Werth musste in einem Vorrundenkampf mit seinem Gegner vom SV Babelsberg bis ans Ende seiner Kräfte gehen. Zu den drei Minuten Kampfzeit kamen durch die Golden Score Regelung zusätzliche kraftraubende Minuten hinzu. Immer wieder konnte der Babelsberger den Schwedter auf Abstand halten. Doch Golden Score gewinnt man mit der schnellsten Aktion und Tim konnte diesen Kampf letztlich durch eine Hüftsichel (Harai Goshi) für sich entscheiden. Das kostete Kraft und Puste und Tim musste nach knapp dreiminütiger Pause in den nächsten Kampf – einem Kampf um die Schlüsselpositionen zum Finale. Hier traf er auf den späteren Turniersieger von der Potsdamer Sportschule. Dieser war nämlich frisch und ausgeruht und schickte Tim unglücklicherweise auf die Matte.  Doch Tim ließ den Kopf nicht hängen und erkämpfte sich den Einzug ins kleine Finale. Der Schwedter arbeite gegen die Kontrahenten in alle Richtungen. Es ging ums Ganze, das war deutlich zu sehen. Klappte der Einstieg in seine spezielle Eindrehtechnik nicht, erarbeitete sich Tim durch Vorbereitungs- oder Folgetechniken Stück für Stück den Sieg. Nur ein Fünkchen Glück fehlte ihm im entscheidenden Kampf um die Bronzemedaille. Hier scheiterte er letztlich am Kämpfer des Judoclubs Oranienburg. Immerhin landete Tim Werth mit seinem fünften Platz in der Leistungsspitze des Landes Brandenburg. Auch wenn er kein Edelmetall mit nach Schwedt zurücknehmen konnte, war dies ein zufrieden stellender Erfolg, den er mit in die Sommerpause nehmen darf.

Matthias Schwarz

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