Nordostdeutsche Meisterschaften im Judo in Frankfurt/Oder

Nach den entsprechenden Qualifikationen hatte sich nur zwei Schwedter TSVler für die Meisterschaften der besten Judokas aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg qualifiziert. So starteten diese Schwedter Marc Altmann in der Altersklasse U 21 und Emin Elzhurkaev in der Altersklasse U15. Für Marc Altmann galt es hier, gegebenenfalls ein Ticket für die Deutschen Meisterschaften zu lösen.

Für den Schwedter Emin Elzhurkaev ist das der höchste Wettkampf in seiner Altersklasse. Zunächst durfte Marc Altmann sein Können unter Beweis stellen. Auf dem historischen Boden der Brandenburg-Halle an der Sportschule Frankfurt/Oder, durfte er sich gegen die Leistungsspitze der Sportschulen Berlins, Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs in einem Feld von 10 Teilnehmern behaupten. Nur wenige Vereine wie Schwedt fanden den Weg zu diesem Turnier der Leistungskader, wo das Feld doch eher den Sportschulen gehört, die den zukünftigen Spitzensport abbilden werden.  Leider unterlag Marc in den entscheiden Kämpfen und konnte kein Ticket für die DEM lösen. Doch seine Platzierung ist aus Sicht unseres Vereins eine gute Wertung, denn bei uns ist es gar nicht möglich, tagtäglich zu trainieren, wie beispielsweise an einem Landesleistungsstützpunkt. Dennoch ist es wichtig, solche Talente zu fördern, obwohl mitnichten die Bedingungen herrschen, wie an den gezielt geförderten Trainingszentren. Bei uns wirken Ehrenamtler, die mit Idealismus ihren Beitrag an der Sportförderung leisten wollen, auch wenn sie damit weit entfernt vom Profisport stehen. Marc Altmann traf in einem seiner Schlüsselkämpfe auf den Berliner Hertel. Dieser ging nach einem fehlangesetzten Take-down vor Marc zu Boden und wurde von diesem logischerweise in die Würge genommen. Doch der Fehler steckt im Detail. Obgleich Marc diesen Teil des Kampfes aus Sicht des Trainers für sich entscheiden konnte, wurde keine Wertung gegeben. Der danach folgende Vorteil des Gegners genügte für den Sieg und Herpel stand letztlich im Finale. Marc gab in den folgenden Auseinandersetzungen alles und wurde jedoch in der Trostrunde auf Rang 7 verwiesen. Immerhin ein adäquates Ergebnis, wenn man in der Bewertung die Bedingungen vergleichen kann, zu welchen trainiert wird. Tag zwei des Turniers gehörte Emin Elzhurkaev, der mit Trainer André Kielack gut vorbereit in das höchste Turnier seiner Altersklasse ging. Nach seiner Qualifizierung durch die Landesmeisterschaft mit der Bronzemedaille in Strausberg, bestanden bei der Nordostdeutschen Meisterschaft gute Chancen, unter die ersten fünf Starter der drei Bundesländer zu kommen. Mehr ist in der Altersklasse U 15 nicht erreichbar. Erst mit der U 18 sind Deutsche Meisterschaften im Judo möglich. Emin verpasste im Auftaktkampf seinen Gewinn, nachdem er durch eine Fußtechnik, die er aus einem viel zu tiefen Stand ansetzte, scheiterte und die der Gegner aus Mecklenburg- Vorpommern zum Konter nutzte. Gleich im nächsten Kampf erkannte Emin, dass es an der Zeit war, sich in die Spitzengruppe zurück zu kämpfen. Gegen den Gegner aus dem gleichen Bundesland (Braun) gelang ihm die Führung nach Schulterwurf, jedoch kein vorzeitiges Ende des Kampfes. Doch Braun glich aus, es stand 7 zu 7 und Emin nutzte den nächsten Angriff von Braun um zu kontern und beendete den Kampf für sich. Gegen den Berliner Merkler sicherte sich Emin durch Gewinn den Einzug ins kleine Finale. Hier konnte er sich durch eine Bodentechnik den Sieg sichern, obwohl Merkler in Führung lag. Somit erreichte der Schwedter das kleine Finale und stand dem Spremberger Favoriten gegenüber. Bronze lag in der Luft, doch Emin unterlag, als der Gegner seine Initiative zum Konter nutzte und ihn auf die Matte schickte. Trotzdem der Spremberger den Kampf hierdurch nicht vorzeigt beenden konnte, unterlag Emin, dem es nicht gelang, eine weitere Wertung zur Bronzemedaille zu erzielen. Immerhin sicherte er sich Platz fünf in einem Feld von 13 Teilnehmern seiner Altersgruppe. Insgesamt eine recht gute Bilanz für den kleinen Schwedter Judoverein, der sich gegen die Großen behaupten muss.

Matthias Schwarz

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