Judokas holen 5 Medaillen in Strausberg

Mit einer Goldenen und gleich vier Bronzemedaillen kehrten die Schwedter Judokas des TSV Blau-Weiß 65 Schwedt e.V. am Wochenende vom Herbstcup des KSC Strausberg zurück. Trotz vieler krankheitsbedingter Absagen konnten wir mit fünf Sportlern an den Start gehen, umso schöner, dass alle eine Medaille erreichten. Hannes Schwandtke war unser Goldjunge und startete in der Altersklasse bis acht Jahre. Alle seine Kämpfe konnte er für sich entscheiden, obwohl er eine Gewichtsklasse nach oben rutschte und so viele Gegner nicht unwesentlich schwerer waren. Der Veranstalter musste nämlich in manchen Gewichtsklassen gewichtsnahe Gruppen bilden, weil dort manchmal nur ein Teilnehmer gemeldet war. Aber Hannes hatte damit kein Problem.

Getreu dem ersten Prinzip des Judos „Siegen durch Nachgeben“ nutzte er geschickt die Bewegungen seiner Gegner, um sie aus dem Geleichgewicht zu bringen und auf den Rücken zu befördern. Hannes zeigte vor allem auch, dass er sich flexibel an die jeweilige Situation anpassen kann. So setzte er im zweiten Kampf sofort hinterher, als der Gegner durch seinen Wurfansatz nur auf der Seite auf der Matte landete. Hier holte er sich den Rundensieg für das Finale durch eine Festhaltetechnik am Boden, die er innerhalb von Sekunden nach dem Niederwurf übergangslos ansetzte. Im Finale gegen den Oranienburger zieht Hannes sofort nach Kampfbeginn den Kontrahenten zu sich heran. Dieser begegnet seinem mit einer Ausweichbewegung nach hinten und Hannes setzt mit einem Ausfallschritt nach und übernimmt diese Rückwärtsbewegung mit O-Soto-Otoshi (Großen Außensturz). Ippon, Sieg und Gold nach nur wenigen Sekunden und begeisterter Jubel bei den Schwedtern. In der Altersklasse bis zehn Jahre hatten Liv Kasch und Jakob Auerbach ihren ersten „scharfen“ Wettkampf. Beiden gelang es, sich auf Platz drei zu kämpfen. Besonders Liv Kasch zeigte mit Ehrgeiz und Siegeswillen, dass wir hier noch viel erwarten dürfen. Mit der Zeit wächst die Erfahrung, auch mit schwierigen Gegnern umzugehen. Gerade im dritten Kampf biss sich Liv an ihrer kraftvollen Gegnerin sprichwörtlich die Zähne aus. Jakob hatte das Pech, im letzten Kampf durch zweifelhafte Bestrafungen des Kampfrichters den Kampf, bei dem er mit Wazari in Führung lag, nun doch zu verlieren. Da kann man noch so viel mit dem Kopf schütteln, aber das letzte Wort hat nun einmal der Referee. Für die Schwedter Jugend starteten in der Altersklasse bis vierzehn Jahre Tim Werth und Emin Elzhurkaev. Beide sind erfahrene Routiniers und selten geht es ohne Edelmetall nach Hause. Auch hier wurde es durch Zusammenfassen der Gewichtsklassen nicht ganz so einfach. Insbesondre Tim Werth hatte es als leichtester Kämpfer seiner Klasse nicht so einfach. Immerhin lag er ganze fünf Kilo hinter dem Schwersten. Einem guten Auftakt folgten dann weitere zähe Kämpfe. Hier hatte Tim mit dem Wechsel zwischen Angriff und Konter Schwierigkeiten. Letztlich bescherten seine Anstrengungen ihm immerhin Bronze. Emin musste sich nach einem verpatzten ersten Kampf wieder in die Runde zurück kämpfen. Das kostete Kraft und der Kampf um Bronze gegen den Kontrahenten aus Königs Wusterhausen endete zunächst nach drei Minuten mit einem Gleichstand. Zermürbende Minuten folgten, doch Emin gelang es, den Gegner auf die Matte zu schicken und ihn im Anschluss festhalten. Nach 10 Sekunden Haltergriff kam das erlösende Signal und Bronze war sicher. Zum nächsten Turnier geht’s in knapp drei Wochen. Zum fünften Mal veranstalten die Schwedter TSVler ihr jährliches Nikolausturnier. Am 7. Dezember verwandelt sich die Sporthalle „Am Aquarium“ wieder in eine grün-rote Mattenfläche, bis zu 120 Kämpfer werden erwartet. Zuschauer sind gern eingeladen, wenn es gegen 11:00 Uhr wieder heißt „Hajime – Kämpft!“

Matthias Schwarz

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